Fitness Frauen - Turnfahrt 2015

Turnfahrt der Fitness Frauen – Nach??

Am Samstagmorgen um ca. 7.00 Uhr fanden sich nach und nach alle Turnerinnen mit Gepäck beim Bahnhof in Herisau ein. Alle (oder wenigstens die Meisten) in den „Gift-Grünen“ Shirts und roter Vereinsjacke warteten auf die Organisatorinnen. Schliesslich wissen nur diese Zwei wo es hingeht. Bernadette fand sich dann pünktlich um 07.20 Uhr am Treffpunkt ein. Nur wo blieb Doris?

Der Zug fährt ein, aber von Doris fehlt noch jede Spur. Dann die grosse Erleichterung, auch die zweite Organisatorin mit den Reiseunterlagen trifft ein und wir können pünktlich in den Zug nach Gossau steigen. In Gossau haben wir kurz Aufenthalt und fahren dann weiter nach Zürich. Im Zug werden wir mit einem feinen Zmorgenplättli und frisch gebackenen Zöpfli verwöhnt. Es fehlte uns an nicht’s. Mit Butter, Konfi, Käse, Zöpfli, Orangenjus und Kaffee machten wir andere Reisende im Zug etwas eifersüchtig. Irgendwer (?) bot immer wieder Eistee an, den aber im Moment noch niemand mochte….

Nach verschlungenem Frühstück erhielten wir die ersten Reiseangaben. Wir sollten in Zürich auf Gleis 14 umsteigen und weiterfahren. Nur wohin wurde immer noch nicht verraten. In Zürich angekommen, folgten wir den Wegweisern Gleis 14 und stiegen ein. Es gab komischerweise keine Platzreservation – aber wir hatten trotzdem viel Platz zur Auswahl. Um die Fahrzeit zu verkürzen, machten wir ein Würfelspiel. Es ging Lustig zu und her. Kurz vor dem Ziel wurden wir von zwei Turnerinnen mit Whisky und Appenzeller „Eistee“ versorgt. Dann war es Zeit für neue Informationen: unsere Reiseleiterin Doris meldet sich zu Wort und erklärte, dass wir demnächst in Basel einfahren und wir Gelegenheit haben in den Bahnhofläden etwas zum Mittagessen zu kaufen. Dafür gab sie uns sogar Geld. ABER Schreck oh Schreck. Der Zug fuhr nicht in Basel sondern in Bern ein. Wie konnte sich der Zugsführer nur so verfahren, das kann doch nicht sein.

Ja, da wir schon mal in Bern waren, stiegen wir auch aus und das Rätselraten ging weiter. Wir wurden von unseren Reiseleiterinnen nicht verschaukelt, wir waren tatsächlich in der falschen Stadt gelandet. Dies tat der guten Laune aber keinen Abbruch und wir fuhren mit dem nächsten Zug wieder zurück über Olten und dann auch nach Basel. Als Schwarzfahrer und ohne Platzreservation. Etwas nervös und erwartungsvoll warteten wir auf die Billetkontrolle. Eine Frau mit viel Verständnis (klar was sonst), nahm alles gelassen und liess uns bussenlos fahren. Herzlichen Dank an die SBB.

Durch die „kleine“ Zeitverzögerung konnten wir unser Gepäck nicht selber in der Jugi abgeben. Voller Vertrauen übergaben wir unsere Rollköfferli einem Taxifahrer – fotografierten sicherheitshalber das Kontrollschild (Frau weiss ja nie) und zahlten den etwas überrissenen Preis. Jetzt konnte unser Ausflug wieder planmässig weitergehen. Wir besuchten im Münster ein Orgelkonzert, welches wir aber schon vor dem Schluss wieder verliessen. Das schöne Wetter lockte uns einfach wieder nach draussen. Programmgemäss teilten wir uns jetzt in 2 Gruppen auf, um einen Fox-Trail durch Basel zu absolvieren. Die erste Gruppe begab sich auf den Weg und verpflegte sich unterwegs. Das Mittagessen fiel ja aus bekannten Gründen etwas anders aus als geplant. Die zweite Gruppe konnte sich noch beim Bahnhof in einem Restaurant verpflegen.

Der Foxtrail führte uns an verschiedene Orte mit mehr oder weniger Leuten oder Verkehr. Wir Herisauerinnen hatten etwas Mühe mit den schnellfahrenden Tramen und Bussen. Es gab viel zu lachen und viel zu sehen. Eine Stadt hat ja einiges zu bieten. So konnten wir auch noch mit einer Fähre über den Rhein setzen und unsere Suche nach einem Posten zwischen schwarzen Gestalten der „Street-Parade Kleinbasel“ fortsetzen. Da wir ja die grünen Shirt’s anhatten, vielen wir auch fast nicht auf 🙂

Als alle Posten gefunden wurden, gab es noch ein Abschlussfoto und wir konnten zum wohlverdienten Drink oder Glace übergehen. Nach kurzer Einkehrpause machten wir uns auch auf den Weg zum nächsten Programmpunkt. In einer originellen Bar in einem alten Fabrikgebäude der Warteck, in luftiger Höhe, genossen wir guten Weisswein und ein feines Apéro-Plättli. Anschliessend setzten wir wieder mit der Fähre über den Rhein und checkten in der Jugendherberge ein. So fanden wir dann auch wieder zu unseren Rollköfferli – der Taxifahrer hat also Wort gehalten. Nach kurzem Anstehen an der Rezeption wurden unsere Reiseleiterinnen als die „Berner“ begrüsst und wir konnten die Zimmer beziehen und uns einem kurzen Schläfchen oder der Körperpflege widmen.

Nach einem guten und reichhaltigen Nachtessen machten wir uns auf ins Basler Nachtleben. Nach einigem Suchen fanden wir eine BAR mit dem Namen „Schluggstube“. Eine gemütliche Bar, vollgestopft mit allem Möglichen aber mit genügend Platz für uns alle. Dort blieben wir, trafen noch andere Turnvereine auf Wochenendausflug und konnten dann um 00.00 Uhr unser Happy Börsdey zum Besten geben (singen werden wir noch etwas üben). Die Einen begaben sich dann auf den Heimweg, die Anderen blieben noch etwas länger.

Aber zum Frühstück waren wir – die Einen gesprächiger als die Anderen – wieder vereint und konnten uns auf den neuen Tag mit unbekanntem Programm freuen. Nach dem Frühstück und Zimmerräumung spazierten wir durch die Gassen von Basel und fanden uns dann am Rheinufer zum Apéro ein. Unser Geburtstagskind Heidi beschenkte uns mit gekühltem Aperol und Hugo.

Das anschliessende Mittagessen im Restaurant Papiermühle, mit Wasserrad, war wieder ein Volltreffer. Gestärkt und gesättigt konnten wir uns wieder ans Rheinufer begeben, wo uns dann ein Schiff abholte. Der Kapitän fragte uns, wohin wir wollen und meinte dann etwas verschmitzt, das sei auch sein Ziel (wie hat er das nur gemeint – hat die SBB getratscht?). Wir erlebten zwei Schleusenfahrten bei schönstem Wetter und konnten so alles wirklich aus der Nähe bestaunen. Versorgt mit vielen Fotos und einem feinen Glace stiegen wir in Rheinfelden aus dem Schiff und wieder in den Zug nach Hause. Dieses Mal fand unser Zugsführer den direkten Weg und wir kamen alle glücklich, zufrieden und müde wieder in Herisau an.

Herzlichen Dank an unsere zwei Organisatorinnen Doris und Bernadette. Es hat wirklich Allen gefallen und der Ausflug wird uns in bester Erinnerung bleiben.

Autorin: Silvia Weber

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