Turnfahrt der Frauenriege 2015

Geschichte – Kultur – Theater – Wandern – und viel Gemütlichkeit

Früh am Samstagmorgen, 22. August, treffen sich 17 frohgelaunte Turnerinnen mit vollbepackten Rucksäcken am Bahnhof zur diesjährigen 2-tägigen Turnfahrt. Noch weiss niemand, wo das Reiseziel liegt und es wird gerätselt wohin es geht. Mit der Appenzellerbahn und dem Rheintalexpress ist die Fahrt sehr kurzweilig. In Chur steigen wir in die Rhätische Bahn und die Reise führt weiter durch herrliche Landschaften, über Viadukte und Berge unserem Reiseziel entgegen. In Bergün ist das Geheimnis gelüftet und wir beziehen unsere Unterkunft im Pfadiheim.

Bald darauf versammeln wir uns auf dem Dorfplatz von Bergün wo uns ein ortskundiger Historiker die Geschichte dieses Dorfes und die vielen sehenswerten alten Häuser erklärt. So erfahren wir, dass schon im 17. Jahrhundert viele Bergüner Bauern in Italien ihr Geld als Zuckerbäcker verdienten und Reichtum ins Dorf brachten. Die Meisten von uns sind schon durch diesen Ort gefahren und bemerkten kaum was Bergün an Sehenswertem zu bieten hat.

Nach dieser interessanten Führung steigen wir in den Mountain Tour- Kleinbus, der uns auf sehr schmalen Strassen über Latsch nach Stuls fährt. Manch eine Turnerin hat auf dieser abenteuerlichen Fahrt den Atem angehalten.

Jetzt heisst es aber Wandern. Auf dem Heidiweg folgen wir den Spuren von Heidi und dem Geissenpeter (hier wurde im Jahre 1952 der erste Heidi-Film gedreht). Der idyllische Gebirgswanderweg führt uns dem sprudelnden Bergbach entlang hinauf über Brücken und Felsen nach Falein.

Unterwegs werden wir Turnerinnen in drei Gruppen eingeteilt und jede bekommt ein Thema aus der Heidi-Geschichte zugewiesen. Während des Wanderns werden die Rollen des Heidis, Geissenpeters, Alpöhis usw. geprobt und anschliessend vorgespielt. Es kommen richtige Schauspieltalente zum Vorschein. Wir Turnerinnen werden Bestens unterhalten und können dabei viel lachen. So vergessen wir ganz, dass der Weg anstrengend und schweisstreibend ist.

Am Nachmittag erreichen wir die Original-Heidihütte, wo uns ein feiner Zvieri mit Hofprodukten aufgetischt wird. Gut gestärkt machen wir uns dann auf den Rückweg und erreichen gegen Abend das Dorf Stuls. Von hier werden wir wieder mit dem Bus zu unserer Unterkunft gefahren.

Frisch geduscht geniessen wir in der Abendsonne den feinen Apero, der uns von Andrea Künzle und Brigitte Dörig, unseren Reiseleiterinnen, serviert wird. Schnell sind die müden Beine vergessen und alle freuen sich auf das Nachtessen im Hotel „Weisses Kreuz“. Feine Bündnerspezialitäten werden aufgetischt und die Geselligkeit bei einem Glas Rotwein gepflegt.

2. Tag

Am Sonntagmorgen geht es in der Küche schon fleissig zu und her. Gemüse wird für das Mittags-Picknick gerüstet, Birchermüesli zubereitet, ein reichhaltiges Frühstücksbuffet bereitgestellt und mit viel Appetit verzehrt. Nun sind wir gut gestärkt für das nächste Abenteuer und los geht’s zum Bahnhof.

Mit der Albulabahn ins Welterbe reisen – einfach spektakulär! So erreichen wir Preda und auf dem Bahnerlebnisweg, der hautnah an den Kunstbauten der Rhätischen Bahn vorbei führt, wandern wir gut gelaunt zurück nach Bergün. Immer wieder geniessen wir viel Aufmerksamkeit in unseren roten Trainerjacken.

Entlang des Weges vermitteln Informationstafeln auf anschauliche Weise über die architektonische und technische Pionierleistung, die nötig war, um die Bahnlinie in die wilde Landschaft einzubetten.

Nach so vielen Informationen lassen wir uns das Picknick in der freien Natur besonders gut schmecken. Weiter geht es zum Dessert ins historische Kurhaus, wo die Zeit stehengeblieben scheint. So geht der zweite erlebnisreiche Tag dem Ende zu.

Bald darauf sitzen alle im Zug und machen sich auf den Heimweg. Noch immer ist interessanter Gesprächsstoff vorhanden. Auch werden die vielen Eindrücke nochmals untereinander ausgetauscht.

Autorinnen: Emmy Schiess und Evi Dennler

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