Turnfahrt der Fitness Frauen 2016

Fitness Frauen reisen als Glücksritter durchs Engadin

Früh morgens kurz nach 7 Uhr treffen wir Fit-Frauen uns beim Bahnhof Herisau. Traditionellerweise in den grünen T-Shirts. Mit Rollkoffer und Rucksack warten wir auf erste Informationen von unserer Reiseleiterin.

Wie immer wissen wir nicht wohin uns diese Reise führen wird. Daher wird heftig spekuliert. Zu aller Überraschung fahren wir nicht mit dem Zug sondern werden von Alfred mit dem Minicar abgeholt. Auch er verrät nicht wohin die Reise geht. Alle Koffer werden in der Anhängebox verstaut und alle Frauen finden ihren Platz im Minicar. Los geht’s mit der Fahrt und die Spekulationen gehen weiter.

Wir fahren Richtung Rheintal und kommen ohne Staus oder Nothalt gut voran. Der ersehnte Kaffeehalt kommt näher. Beim Schloss Haldenstein, kurz vor Chur, werden wir herzlich empfangen. Gestärkt mit Kaffee, Orangensaft, Gipfeli und einem speziellen Bündner Gebäck (ähnlich 3-Königs-Kuchen) geniessen wir den schönen Schlossgarten und die schöne Aussicht. Nach einigen Fotos und Geplauder werden wir in die Künste der Rosenzucht eingeführt. Eine begeisterte Rosenzüchterin zeigt uns ihr Reich – den Rosengarten – und erzählt uns einiges über Rosenzucht und Pflege. Leider blühen zu dieser Jahreszeit nicht sehr viele dieser Wunderpflanzen. Aber anhand einiger Fotos und unserer Vorstellungskraft können wir uns die Schönheit vorstellen. Nachdem alle Fragen befriedigend beantwortet worden sind, gehen unsere Reise und die Spekulationen weiter.

Wir fahren Richtung Julierpass. Beim Staudamm Marmorera machen wir einen kurzen Halt und können die Wärme und die schöne Aussicht geniessen. Weiter geht’s zum Julierpass. Auf der Passhöhe halten wir zum Mittagshalt. Das mitgebrachte Picknick geniessen wir bei wärmstem Wetter und schöner Sicht auf den kleinen See. Von uns wagt sich noch niemand ins kühle Nass, dafür beobachten wir einige Kühe die Kenntnis vom Kneippen haben und es scheinbar richtig geniessen.

Nach Speis und Trank und einer Glace vom Kiosk fahren wir weiter. Unsere Fahrt führt uns an den schönsten Plätzen und Seen vorbei nach St. Moritz. In St. Moritz beziehen wir in der Jugi unsere Zimmer. Einige Frauen lockt es in den nahen Stazersee, andere wollen zum CSI, um die Prominenz von nahem zu sehen. Am Abend treffen wir uns wieder auf der Terrasse in der Jugi. Vom Nachmittag gibt es einiges zu erzählen. Die einen fanden den See bereits nach 20 Minuten, andere brauchten eine dreiviertel Stunde, und die nächsten fanden ihn gar nicht und kehrten um. Auch sind nicht alle Badesachen mit auf den Weg gekommen. Aber Frau weiss sich ja zu helfen. Wir anderen haben die Reiterprominenz und das Cüpli beim CSI genossen und verbrachten einen ruhigen Nachmittag.

Am Abend überraschte uns die Jugi mit einem üppigen Salatbuffet und feinen Spaghetti mit verschiedenen Saucen. Es war für jede etwas dabei. Als dann sogar noch das Licht im Speiseraum funktionierte, konnten wir alle das Nachtessen geniessen. Danach treffen wir uns vor der Jugi und spazieren ins Dorf zum Spielcasino. Jetzt ist auch klar, weshalb wir eine ID brauchen. Nach der Kontrolle, ob alle Frauen sperrfrei sind, werden wir in die Kunst des Roulettes, des Black Jack und Poker eingeführt. Vom Groupier mit viel Informationen ausgestattet und gestärkt mit einem offerierten Cüpli versuchen wir unser Glück mit dem „Gratis-Jeton“. Schnell schien alles Geld verspielt und wir schauten den anderen Gästen beim Geldausgeben zu. Es gab viel Gesprächsstoff über das locker sitzende Geld der Gäste. Aber in unseren Reihen gab es einen Glückspilz, die einen schönen Betrag absahnen konnte. Als wir genug gesehen und unsere Gratisdrinks genossen hatten, machten wir uns gruppenweise auf den Heimweg.

Am Morgen nach dem reichhaltigen Frühstück packen wir unsere Sachen wieder in den Minicar und fahren eine kurze Strecke nach Pontresina. Nach kurzer Wartezeit werden wir von einem 3er-Pferde-Gespann abgeholt. In einer 1-Stündigen Fahrt können wir die schöne Gegend geniessen, welche uns an den Fuss des Roseg-Gletschers führt. Nach kurzem Aufenthalt und Beine vertreten begeben wir uns zur schönen Sonnenterrasse des Gasthauses und geniessen ein feines Mittagessen samt Dessertbuffet. Gestärkt mit Essen und Dessert machen wir uns auf den Rückweg. Eine wunderschöne Wanderung führt uns zurück nach Pontresina. Heidi und Monika bleiben noch etwas da und fahren anschliessend wieder mit dem Pferdegespann zurück.

Fast gleichzeitig erreichen wir wieder das Dorf und kehren in einer Gartenwirtschaft ein. Gestärkt durch die gesponsorten Getränke unseres Casino-Glückspilzes treten wir die Rückfahrt an. Alfred kommt uns mit dem Auto entgegen und wir können wieder bequem Platz nehmen. Nach mehr oder weniger Stau und Umwegen kommen wir mit einiger Verspätung wieder in Herisau an. Alfred hat uns sicher chauffiert und fährt einige Frauen noch bis nach Hause während die anderen auf dem Obstmarkt abgeholt werden.

Herzlichen Dank an unsere Reiseleiterin Heidi Diem und an ihren Bruder Alfred. Beide haben uns zielsicher durch das Wochenende geführt bzw. gefahren.

Autorin: Silvia Weber